Amundi German Masters 2026: Ein Rückblick auf ein Frauensport-Highlight

Vom 14. bis 17. Mai 2026 war es wieder so weit: Die LET, die Ladies European Tour, machte auf dem Nord Course des Green Eagle Golf Courses in Winsen (Luhe) Halt, um das einzige Turnier auf deutschem Boden auszutragen. Zum zweiten Mal fanden die Amundi German Masters hier statt. Seit dem Umzug vom Golfclub Seddiner See im Jahr 2025 hat sich einiges getan. Zumindest verhältnismäßig gesehen.

Wer hier einen klassischen Erfahrungsbericht über das Turnier erwartet, dem empfehle ich Magazine wie Golf’n’Style oder Golfpunk sowie Podcasts wie Grün & Saftig oder Tee Time. Die machen das großartig und vor allem mit deutlich mehr fachlicher Tiefe, als ich sie habe. Also warum schreibe ich diesen Artikel überhaupt? Wegen des Wortes „verhältnismäßig“.

Im Jahr 2024 fand auf derselben Anlage noch die European Open statt. Über 20.000 Besucher strömten damals nach Winsen, die ProAm Plätze waren heiß begehrt und im VIP Bereich gab es ein wahres Stelldichein der Prominenz. Natürlich, schließlich waren bei den Herren Spieler mit Rang und Namen am Start: Marcel Siem, Freddy Schott, Max Kieffer, Jannik de Bruyn, Nicolai von Dellingshausen und Tiger Christensen. Letzteren kannten damals noch nicht viele, aber allein der Name blieb hängen. Und obwohl PGA Tour & LIV Spieler wie Stephan Jäger, Matti Schmid oder Martin Kaymer nicht dabei waren, war das Interesse riesig. Am Sonntag standen die Zuschauer in Massen rund um das 18. Grün und begleiteten den sympathischen Engländer Laurie Canter auf dem Weg zum Sieg.

Warum dieser Rückblick, wenn es doch eigentlich um die Ladies European Tour geht? Weil genau hier der Vergleich beginnt.

Ein Jahr später spielten dieselben Fairways die Bühne für die Amundi German Masters. Und das Teilnehmerfeld war stark. Sehr stark sogar. Zugegeben: Nicht viele LPGA Spielerinnen waren vor Ort. Aber diejenigen, die kamen, waren absolute Top Namen des deutschen Damengolfs. Allen voran Esther Henseleit. Olympiasilber in Paris, feste LPGA Tour Karte und im vergangenen Jahr zeitweise unter den TOP 20 der Welt. Dazu kamen viele weitere deutsche TOP Spielerinnen wie Alexandra Försterling, Helen Briem, Carolin Kauffmann, Celina Sattelkau oder Laura Fünfstück. Gerade die deutschen Spielerinnen spielten 2025 eine entscheidende Rolle. Helen Briem hatte am Ende noch einen dramatischen Lip out auf der 18, welcher endgültig das Playoff verhinderte und damit auch die Chance auf den Titel. Gewonnen hat damals diesen mega spannenden Fight Shannon Tan aus Singapur mit gerade mal einem Schlag Vorsprung.

Und genau darin liegt der Unterschied zur European Open 2024: Bei den Amundi German Masters spielten die deutschen Damen vorne mit. Das Turnier war spannend, emotional und sportlich auf höchstem Niveau. Spektakuläre Schläge, enge Entscheidungen und eine Atmosphäre, die jeden Golf Fan mitgerissen hat.

Dazu kam etwas, das ich persönlich vielleicht sogar noch beeindruckender fand: die Nähe der Spielerinnen zu den Fans. Ich habe an beiden Jahren teilgenommen, durfte insgesamt mit vier Profi Golferinnen im ProAm spielen und mit einigen auch danach den Kontakt halten. Sie haben gesehen, wie sehr wir versuchen, Damengolf sichtbar zu machen. Darüber sprechen, posten, Podcast Folgen füllen und das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit tragen. Und sie waren dankbar dafür. Wirklich dankbar.

Toursiegerin Kelsey Bennett aus Australien suchte sogar aktiv nach meinem Kollegen Jay und mir, nachdem sie unsere türkisfarbenen Logos auf dem Platz verteilt gesehen hatte. Das klingt vielleicht banal, aber genau solche Momente bleiben hängen. Man merkt plötzlich, dass durch einen Job und ein begeisterter Einsatz bei einem Golfturnier fast freundschaftliche Kontakte entstehen können. Und genau deshalb tut es weh, wenn man die Zahlen dahinter sieht.

2025 kamen gerade einmal etwas über 8.000 Zuschauer an den vier Tagen. Die TV Quoten waren überraschend stark, was sicherlich auch mit dem Esther Henseleit Effekt zusammenhing. Vor allem in Großbritannien und Italien waren die Einschaltquoten hervorragend. Für 2026 liegen noch keine endgültigen Zahlen vor, aber bereits jetzt wurde aus UK und Frankreich von Rekordwerten berichtet. Die vier Stunden Live Übertragung scheinen funktioniert zu haben.

Vor Ort dagegen blieb das Bild schwierig.

Es wurde unglaublich viel versucht. Content Creator verlosten Tickets, sowohl Public als auch VIP. Die Veranstalter und Green Eagle warben massiv auf Social Media. Magazine veröffentlichten Artikel, Podcasts berichteten und überall wurde versucht, Aufmerksamkeit zu schaffen. Kinder unter 18 hatten freien Eintritt und über den „Junior Qualifier by Esther Henseleit“ erhielt sogar eine 15 Jährige aus Starnberg einen Amateur Startplatz im Turnier.

Und trotzdem blieb das Zuschauerinteresse weit hinter dem zurück, was diese Spielerinnen verdient hätten.

Wurden die 10.000 Besucher geknackt? Ich bezweifle es.

Gab es das große Promi Aufgebot im VIP? Eher nicht. Natürlich waren bekannte Gesichter da, aber bei weitem nicht in der Dichte wie bei der European Open. Und ja, das ist wichtig. Denn prominente Gäste erzeugen Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit bringt Reichweite. Reichweite bringt Medienpräsenz. Und genau das hilft einem Turnier.

In den USA sieht man das perfekt bei PGA Events. Plötzlich tauchen Musiker wie Alice Cooper oder Schauspieler wie Mark Wahlberg auf und Menschen realisieren erst dadurch, wie eng Golf und Popkultur miteinander verbunden sein können. Das steigert den Stellenwert des Sports enorm.

Aber hier sprechen wir über die LET. Nicht über die PGA Tour.

Ich habe mit einigen größeren Content Creators gesprochen, die dieses Jahr nicht dabei waren. Sicher, der Termin rund um Vatertag und diverse Events in Hamburg war schwierig. Trotzdem schafften es viele, beim „Marcel Siem & Friends Invitational“ mitzuspielen. Aber eben nicht beim ProAm der Ladies.

Und da stellt sich automatisch die Frage: Warum?

Weil es Damengolf ist? Weil manche Angst haben, von einer 20 jährigen Spielerin sportlich auseinandergenommen zu werden? Warum existiert dieses riesige Gefälle zwischen Damen und Herrengolf überhaupt?

Natürlich kommt an dieser Stelle oft der Vergleich mit dem Fußball. Und bei der Diskrepanz liegt dieser ja auch nahe, aber: Ja, der Herrenfussball ist körperlicher, etwas präziser und durchaus auch schneller als der Damen Fussball. Lediglich im foulen ist der unterschied, dass die Damen eher einen Boxkampf ohne Handschuhe machen und die Herren sich mit Wattebäuschchen bewerfen. Doch im Golf funktioniert dieser Vergleich nur bedingt. Die Damen schlagen vielleicht etwas kürzer, aber häufig präziser. Eleganter. Vielleicht kann man sogar sagen, es ist weniger Testosteron aber dafür mehr Strategie. Für mich persönlich ist es sogar das schönere und elegantere Golf. Vielleicht fehlt manchmal eben das letzte bisschen Testosteron für komplett verrückte Risiko Schläge. Aber ganz ehrlich: Wie oft funktionieren die bei den Herren eigentlich wirklich? Und sind es wirklich so viel weniger Risiko Schläge? 

An spektakulären Momenten mangelt es den Damen jedenfalls überhaupt nicht.

Und noch etwas fällt auf: Während man bei Herrenturnieren gefühlt im Minutentakt „FORE!“ hört, passiert das bei den Damen kaum einmal über ein ganzes Wochenende hinweg.

Ich habe im letzten Monat unglaublich viel gesehen. Spannende Entscheidungen. Sensationelle Schläge. Ein Hole in One. Fast unwirkliche Putts. Vor allem aber Golf auf einem Niveau, das schlicht beeindruckend war und jedem Zuschauer vor Ort Spaß gemacht hat.

Und genau deshalb wünsche ich mir, dass dieses Turnier und vor allem diese Spielerinnen endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Und hier habe ich noch gar nicht angefangen, von den Preisgeldern zu sprechen…..

Ryder Cup 2025 – Emotionen, Teamgeist und Schattenseiten

Der Ryder Cup ist vorbei. Europa hat verteidigt.
Und trotzdem sitze ich hier und muss sagen: So sicher, wie ich es in Folge 32 meines Podcasts angekündigt habe, war es am Ende dann doch nicht.

Die ersten beiden Tage waren ein Lehrstück in Sachen Teamgeist. Europa wie aus einem Guss, ein Miteinander, wie man es im Sport mittlerweile nicht mehr so oft sieht. Die Amerikaner? Zwölf Individualisten, die vorgaben, eine Mannschaft zu sein. Versteinerte Mienen, einstudierte Gesten, kein echtes Miteinander. Je mehr sie zurücklagen, desto deutlicher bröckelte die Fassade. Psychologen hätten ihre wahre Freude gehabt, dieses amerikanische Team zu studieren.

Und dann kam der Sonntag. 11,5 zu 4,5 stand es. Durch Hovlands Verletzung 12 zu 5, bevor überhaupt ein Schlag gespielt war. Zwei Punkte, mehr brauchte es nicht. Eigentlich ein Spaziergang. Eigentlich.

Doch plötzlich drehte sich alles. Erst verloren Rose und Fleetwood ihre Matches hauchdünn an der 18. Schauffele fegte Rahm vom Platz, 4&3, keine Chance, null Widerstand. Rahm, der Fels in den Tagen zuvor, wirkte wie ein Schatten seiner selbst. Und dann Fitzpatrick. Nach sieben Löchern 5 up. Ein Spaziergang? Von wegen. Bryson DeChambeau biss sich fest, mit eisernem Willen, mit einer Körpersprache, die einschüchterte, fast einschlug wie ein Vorschlaghammer. Loch für Loch kam er zurück, bis am Ende tatsächlich nur noch das Unentschieden stand. Ein gefühlter Sieg für die USA, ein kleiner Schock für Europa.

Putts, die sonst fielen, liefen vorbei. Gesichter, die zuvor strahlten, verzogen sich. Hatton kommentierte das Ganze auf seine unnachahmlich charmant-fluchende Art, aber auch er wirkte ratlos. Das Momentum kippte, und die Amerikaner rochen Blut.

Nur Ludwig Åberg stemmte sich dagegen und gewann. Den entscheidenden Putt setzte am Ende Shane Lowry. Und alles brach aus ihm heraus! Er war nicht der beste Spieler im Turnier, nicht der Überflieger des Wochenendes. Aber er war da, als man ihn brauchte. Voller Leidenschaft. Und er ist das Herz dieser Mannschaft. Einer, der die Kabine zusammenhält, der Stimmung macht, der trägt. Ohne ihn wäre der Sieg „über die Kabine“ wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Und es gibt hier tatsächlich keinen, dem ich das mehr gönne als Shane Lowry!

Denn am Sonntag hagelte es eine 8,5 zu 3,5 Klatsche für Europa. Aber zum Glück war die Arbeit vorher erledigt worden. Die ersten beiden Tage entschieden den Cup – nicht auf dem Platz, sondern in eben dieser Kabine.

Und das US-Team? Im Einzel zeigten sie, warum sie in den Weltranglisten ganz oben stehen. Da waren sie plötzlich locker, stark, selbstbewusst. Da fühlten sie sich wohl. Da waren sie wieder allein und für sich auf dem Platz. Und genau da liegt das Problem: Sie waren nie ein Team. Sie waren zwölf Einzelkämpfer, die ein Schauspiel aufführten. Sie wollten bezahlt werden und stritten es dann wieder ab. Für mich gab es in diesem Team lediglich einen, der mich beeindruckt hat und dieses Ryder-Cup-Gefühl wirklich verinnerlichte: Justin Thomas. Er war ehrgeizig, weigerte sich aufzugeben, sprach nie von Geld und war es, der immer wieder das Publikum beschwichtigte.

Und eben dieses Publikum hatte auch einen wichtigen Anteil. Leider aber keinen positiven. Im Fußball ist der zwölfte Mann sehr oft eine Macht, die ihr Team nach vorne peitscht. In New York war er eine Schande. Schmähgesänge, Beleidigungen, Drohungen. Rory war das Hauptziel. Getränke flogen, noch deutlich schlimmere Worte. Tommy Fleetwoods Frau wurde verhöhnt, Robert MacIntyre mehrfach als „Wxnker“ tituliert, europäische Spieler schlicht persönlich beleidigt. Bethpage Black, die Bühne des Ryder Cups, wurde zum Hexenkessel – aber im schlechtesten Sinne. Denn das eigene Team voranzutreiben, geriet dabei oft in Vergessenheit.

Das europäische Team war vorbereitet. Mit VR-Brillen hatten sie trainiert, unter Lärm, unter Beleidigungen, unter Stress. Wie absurd ist das bitte? Aber es zahlte sich aus. Rory, so oft im Zentrum, reagierte. Nicht immer gelassen. Ein „Fxxk you“ hier, ein „Go F$§k yourself“ da, zwischendurch ein Mittelfinger. Und mal ehrlich: Wer wollte es ihm verdenken? Am Vortag war er mit seiner Frau sogar mit einem Getränk beworfen worden. Trotzdem stellte er sich nach den Matches hin, lobte das US-Team, hob die fairen Fans hervor. Profi durch und durch. Nach dem Ryder Cup allerdings sagte er, was er wirklich dachte. Fast. Und dabei blieb er immer noch stilvoller als viele Fans in Bethpage Black.

Ja, es gab auch viele Amerikaner, die sich schämten für das, was dort passierte. „Das ist halt New York“, sagten sie. Vielleicht. Aber dann fahre ich lieber nach Wien.

Europa hat gewonnen. In mehrfacher Hinsicht. Sie haben gezeigt, was Teamspirit bewegen kann. Trotz aller Widerstände, trotz aller Anfeindungen. Das war mentale Stärke in Reinkultur. Und wenn man sieht, wie sehr Teamgeist gegen geballte Einzelklasse wirkt, dann kann man nur hoffen, dass dieser Sport in Irland 2027 wieder die Seite zeigt, die wir alle lieben: Leidenschaft, Rivalität, Emotionen. Aber ohne Häme, ohne Hass. Idioten gibt es natürlich überall, aber in dieser Masse? In Irland schwer vorstellbar.

Mein Fazit: Europa hat als Mannschaft Geschichte geschrieben. Die Amerikaner haben als Einzelspieler ihre wahre Stärke gezeigt, waren aber weit entfernt davon, ein Team zu sein. Und der Ryder Cup, mit allem, was drumherum passiert ist, hat an diesem Wochenende mehr über Gesellschaft und Zeitgeist ausgesagt, als uns vielleicht lieb ist.

Whisky & Golf – Job zum Hobby aber auch Hobby zum Job! 😍

Whisky & Golf – das eine mache ich beruflich, das andere wurde durch meinen Beruf zu einem leidenschaftlichen Hobby! Klingt vielleicht etwas schräg, ist aber völlig in Ordnung.

Beruflich arbeite ich als Brand Ambassador bei Rémy Cointreau für die Single-Malt-Destillerien Bruichladdich(Islay/Schottland) und Westland (Seattle/USA) sowie die Mount Gay Rum Distillery (Barbados). Als ehemaliger Bartender war ich schon immer fasziniert von eleganten, gereiften Spirituosen, allen voran von schottischem Single Malt Whisky. Aber wie kam es denn überhaupt dazu?

1999 begann ich meine Karriere als ausgebildeter Metallblasinstrumentenmacher. Eigentlich wollte ich Jazz- und Popularmusik Trompete studieren, aber dazu fehlte mir damals definitiv der Mut. Dazu kam eine aufkommende Kupfer/Nickel-Allergie und der Drang, mehr mit Menschen zu arbeiten. Also hängte ich das Handwerk an den Nagel und wechselte als Quereinsteiger in die Gastronomie. Dort absolvierte ich noch eine zweite Ausbildung zum Hotelfachmann, die mich aber sehr schnell in Richtung Bar navigierte.

Und diese bereits aufkommende Faszination brachte mich dann 2005 das erste Mal nach Schottland, um mehr über das „schottische Gold“ zu erfahren und ich verliebte mich schlagartig in das Land, die Menschen und natürlich in den Whisky. Zum Glück eher in die Faszination als in den maßlosen Genuss, denn am Ende ist Whisky immer noch Alkohol und sollte mit Respekt behandelt werden. Doch die Begeisterung hatte mich gepackt und ließ mich einfach nicht mehr los.

2006 wurde ich vom Gault Millau zum Barkeeper des Jahres gewählt, und schon in der Laudatio hob man mein außergewöhnliches Wissen über das schottische Lebenswasser hervor, welches ich in meinen Stationen als Bar Manager im Falkenstein Grand Kempinski, dem Breidenbacher Hof in Düsseldorf und dem Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München weiter auslebte. Aber es kam, wie es kommen musste: nach gut 15 Jahren hinter dem Bartresen begann ich für die Bruichladdich Distillery bei Rémy Cointreau zu arbeiten, was für mich nur der logische weitere Weg war. Seit über zehn Jahren mache ich das nun mit derselben Leidenschaft wie bei meinem ersten Besuch auf Islay – und wurde dafür 2025 vom Whisky Guide Deutschland mit dem „Master of Excellence“ geehrt. Eine Auszeichnung für meinen außergewöhnlichen Einsatz rund um den schottischen Whisky im deutschsprachigen Raum.

Während der Corona-Pandemie kam jedoch eine zweite, nicht weniger fatale Leidenschaft hinzu: Golf.

Im Rahmen einer Social-Media-Kampagne veranstaltete ich mehrere Mini-Tastings per Instagram Live. Mit dabei waren verschiedene Content Creator – darunter auch der Kölner Schauspieler Daniel Buder. Das Live mit ihm war schnell vorbei, aber das anschließende „Zoom-Bierchen“ mit rund zehn Golfverrückten dauerte deutlich länger. Sie erzählten mir von einem Projekt, das Golf gerade jüngeren Menschen näherbringen sollte, indem man Persönlichkeiten aus Social Media, Sport oder Showbusiness zusammenbringt. Die einen konnten Golf schon spielen, die anderen lernten es – und alles wurde ausführlich auf Instagram & Co. begleitet.

So schnupperten wir ins „Celebrity Golfcamp“ hinein, das später schlicht The Golfcamp hieß. Über zwei Jahre begleiteten wir das Projekt als Partner, bis es schließlich endete. Es waren aufregende Zeiten: eine Runde auf dem Ryder-Cup-2023-Platz Marco Simone, ein Besuch im Headquarter von ECCO Golf in Dänemark oder eine Woche auf der AIDA im Mittelmeer. Das Spannendste und zugleich Schicksalhafteste war jedoch: Ich habe nicht nur wundervolle Menschen kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte, ich habe auch im ersten Camp selbst mit Golf begonnen. Und das hat eine ungeahnte und „folgenschwere“ Leidenschaft in mir entfacht.

Als The Golfcamp endete, wollte mein Arbeitgeber das Thema Golf weiterverfolgen. Und so ergab es sich, dass ich über Marco Allzeit, Herausgeber der Golf’n’Style, die Möglichkeit erhielt, mit der European Open auf dem Green Eagles Golf Course in Winsen zu verhandeln. Schließlich traten wir 2024 als offizieller Whisky- und Spirituosenpartner des DP World Tour Turniers auf – mit vier Bars über den Platz verteilt. Dieses Erlebnis war nicht nur beruflich ein absolutes Highlight: Wir hatten einen grandiosen Auftritt auf dem Golfplatz, großartige Sichtbarkeit im Live-TV und dazu persönliche Erlebnisse wie ein ProAm mit Ugo Coussaud oder Connor Syme, Begegnungen mit Freddy Schott und weiteren großartigen Golfern. Mein inneres Feuer für Golf brannte danach noch heller, mein Bankkonto war davon allerdings weniger begeistert …

Und so kam es, wie es kommen musste: Erst eröffnete ich einen TikTok-Account namens Whisky & Golf, auf dem ich mich ein wenig im Infotainment probierte. Da ich allerdings wenig Ahnung vom Videoschneiden habe und die Zeit knapp war, schlief der Account irgendwann etwas ein. Dafür wuchs eine andere Idee in mir, für die ich zwei Jahre brauchte, um sie umzusetzen: Ein eigener Podcast über meine beiden Leidenschaften Whisky & Golf.

Das Ergebnis habt ihr hier – und meine Einleitung bringt es auf den Punkt:

„Du musst kein Experte sein, um eine spannende Spirituose wie einen schottischen Single Malt zu genießen. Du musst auch kein Millionär sein, um Golf zu spielen. Alles, was zählt, ist das Interesse, es zu probieren – und du wirst merken, es macht einfach nur Spaß! Was hier genau passiert, wird sich über die Zeit ergeben, aber allen voran möchte ich euch den Spaß an beidem zeigen: mit Anekdoten und verblüffenden Infos Spirituosen entdecken sowie mit spannenden Gesprächspartnern – meist aus dem öffentlichen Leben – nach einer Runde Golf bei einem leckeren Tropfen plaudern. Lustig wird es ganz sicher, aber immer unter einer Bedingung: Drink responsible & golft ehrlich!“